Betreuung in unserer Gemeinde – Heute sicher, unser Ziel, die Zukunft sozial gestalten
Derzeit verfügt die Gemeinde über ausreichende finanzielle Mittel, um die Krippen und Kindergärten, die von externen Trägern betrieben werden, zu unterstützen.
Familien konnten die hohen Kosten der Krippenbetreuung bisher insbesondere durch die direkte finanzielle Unterstützung des Freistaats gut tragen – diese Hilfe ist nun ersatzlos entfallen.
Als Träger der Mittagsbetreuung sorgt die Gemeinde zudem für bezahlbare Betreuungskosten für alle Grundschulkinder.
Eine neue, teilweise noch unklare Gesetzeslage verändert sowohl die bisherige konzeptionelle Ausrichtung als auch die zukünftige Finanzierung und stellt die Gemeinde damit vor zusätzliche Herausforderungen.
Unsere Ideen für die Zukunft
Aufgrund der angespannten Haushaltslage hat die bayerische Staatsregierung beschlossen, die Zahlung von monatlich 250 Euro für Kinder zwischen dem 13. und 36. Lebensmonat einzustellen. Dies betrifft alle Kinder, die ab Januar 2025 geboren wurden.
Bei aktuellen Krippenkosten von etwa 500 Euro monatlich pro Kind für eine 7-Stunden-Betreuung (inklusive Verpflegung) fehlen Familien dadurch staatliche Zuschüsse von rund 6.000 Euro, (je 3.000 Euro pro Jahr).
Die Gesamtbelastung von etwa 12.000 Euro müssen die Familien nun alleine stemmen.
Unser Ziel
Wir als SPD möchten Familien unterstützen und verhindern, dass Betreuungskosten in den kommenden Jahren überproportional steigen.
Sollten wir feststellen, dass Buchungszeiten deutlich reduziert werden oder Kinder später in Betreuungseinrichtungen gehen, werden wir uns dafür einsetzen, mehr Mittel aus dem Gemeindehaushalt für die Unterstützung junge Familien bereitzustellen.
Mit diesem Engagement wollen wir gleichzeitig unsere Betreuungseinrichtungen stärken. Sie sollen weiterhin in der Lage sein:
Ist-Zustand
Die Mittagsbetreuung an unserer Grundschule ist stark nachgefragt und bietet eine hohe Betreuungsqualität für unsere Grundschulkinder.
Eltern können wählen, ob ihre Kinder dort Hausaufgaben erledigen oder freie Zeit zum Spielen und kreativen Gestalten haben. Zudem besteht eine hohe Flexibilität bei den Buchungszeiten. Kinder können direkt nach Schulschluss nach Hause gehen. Bei guter Betreuungssituation Zuhause können so wenige Wochenstunden gebucht werden. Die Kosten sind insgesamt für Familien gut tragbar.
Ausblick
Ab dem 1. August 2026 gilt in Deutschland schrittweise ein Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung für Grundschulkinder (Klassen 1–4), der bis zum Schuljahr 2029/30 vollständig umgesetzt wird.
Eltern haben laut Gesetz grundsätzlich die Wahl zwischen:
Diese vollständige Auswahl, wird unsere Schule allerdings aufgrund der geringen Anzahl von Schülern nicht anbieten können.
Aktuell ist geplant, beim bestehenden Modell der klassischen Mittagsbetreuung zu bleiben.
Ziele der SPD
Wir unterstützen zunächst die Beibehaltung der bestehenden Mittagsbetreuung.
Da jedoch künftig steigende Kosten zu erwarten sind, halten wir es für sinnvoll, dass die Gemeinde einen möglichen Umstieg auf OGTS weiterhin prüft.
Dieses Modell bietet ebenfalls die Chance, langfristig eine qualitativ hochwertige Betreuung anzubieten, ohne die Familien oder die Gemeinde finanziell stärker zu belasten.
Beitrag erstellt von Bernd Hoffmann
Vorstand SPD Röttenbach, Vater von 3 Kindern zwischen 1 und 9 Jahren